“Gabriela “

Die Freundin, die mein Leben geprägt hat

Die Freundin, die mein Leben geprägt hat Gabriela Croitoru

Ich lernte Gina in der Schule kennen und spürte sofort, dass etwas Besonderes zwischen uns war. Es war, als würden wir uns ohne Worte verstehen, nur durch Blicke. Es dauerte nicht lange, bis wir unzertrennlich wurden – wir ergänzten uns gegenseitig, wie zwei Hälften, die sich nach langem Warten wiedergefunden hatten. Wir waren zusammen in dunklen Tagen, in denen alles unmöglich schien, aber auch in jenen glücklichen Momenten, voller Energie und Hoffnung, in denen wir das Gefühl hatten, die Welt gehöre uns. Gina war mehr als nur eine Freundin – sie war eine Stütze, eine Quelle der Liebe und des Schutzes.

Sie war, genau wie ich, das Kind einer schwierigen Stiefmutter, aber anstatt uns in Irrwegen oder Schmerz zu verlieren, unterstützten wir uns gegenseitig. Sie hielt mich von Fehlern und Versuchungen fern und beschützte mich vor einer Welt, die sie nur zu gut kannte, einer Welt des Mangels und der „wichtigen“ Personen, die oft Dienstleistungen im Tausch gegen Macht und Geld erbrachten. Gina zeigte mir, was wahre Freundschaft bedeutet – Liebe, Schutz, Loyalität. Sie war in diesen Jahren wichtiger als alles andere, und die Trennung, die am Ende der Schulzeit kam, war wie eine seelische Wunde, die ich nie wieder heilen konnte. Ihren Namen, der einst warm in meinen Gedanken widerhallte, hörte ich danach nie wieder. Gina zeigte mir, was es heißt, für jemanden da zu sein, sich um jemanden zu kümmern, ohne etwas im Gegenzug zu verlangen. Und auch wenn Zeit und Distanz uns trennten, lebt ihre Erinnerung in mir weiter, wie ein Licht, das niemals erlischt. Es war mein Geburtstag, ich wurde 16 Jahre alt. Ich war keine Feiern gewohnt – niemand wünschte mir mehr „Alles Gute zum Geburtstag“, niemand hatte mir ein Geschenk oder einen Kuchen mit Kerzen gemacht. Aber Gina… Gina hatte einen Plan. Wir trafen uns wie gewöhnlich in der Schule und mit ihrem warmen Lächeln bat sie mich, mit ihr in die benachbarte Bar neben der Schule zu gehen. Ich hatte nicht die geringste Ahnung, was passieren würde. Als wir eintraten, entdeckte ich einen Mini-Kuchen mit Kerzen, perfekt für mich. In diesem Moment brachen alle Emotionen hervor, die ich versteckt gehalten hatte – ich weinte. Aber ich war nicht allein. Gina umarmte mich fest und sagte mir mit ihrer sanften und festen Stimme: „Ich bin hier, ich liebe dich und ich unterstütze dich.“ Diese Geste, einfach und doch so tiefgründig, blieb für immer in meinem Herzen eingeprägt. Das Geschenk oder der Kuchen selbst zählten nicht – es zählte die Liebe, die Aufmerksamkeit und der Schutz, den sie mir bot. An diesem Tag machte Gina meinen Tag nicht nur schöner, sondern zeigte mir, was es bedeutet, wirklich geliebt und unterstützt zu werden, auch wenn die Welt dich zu vergessen scheint.

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Gabriela Croitoru

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